Gute Arbeit - von Künstlern lernen

Gute Arbeit zu haben sollte in jedem Lebensplan fest integriert sein!

Etelka 2017-05-16T18:16:37+00:00

Gute Arbeit und Lebenskunst – Etelka Kovacs-Koller

Etelka Kovacs-Koller
Auf dieser Seite möchte ich mich Ihnen persönlich vorstellen. In etwa so, als würden wir uns gegenüber sitzen, obwohl ich natürlich weiß, dass das nicht funktioniert, da eine persönliche Begegnung, niemals durch einem kurzen Text, das man am Monitor abliest, ersetzt werden kann.
Und dennoch.
Ich glaube, es ist schon ein großer Unterschied, ob Sie einen Text lesen, den jemand über mich verfasst hat, oder so wie diesen, in dem ich Sie direkt anspreche und mich darum bemühe, Ihnen das zu erzählen, wovon ich glaube, dass es für Sie von Interesse sein könnte.

Mein Name ist Etelka Kovacs-Koller, ich lebe und liebe seit 40 Jahren das, wofür ich glaube geschaffen zu sein, was ich am besten kann und was mir bis zu meinem letzten Atemzug unendlich viele Lernmöglichkeiten bieten wird: Kunst.

Ich male oder zeichne eigentlich immer, wenn nicht mit der Hand, dann im Kopf, denn dort entstehen die Bilder, dort entsteht der Impuls, sie zu malen, die Hand führt nur das aus, was vorab im Hintergrund bereits entworfen und entschieden wurde.
Der Stil, in dem ich mich zu Hause fühle, weil er sowohl meine innere Haltungen repräsentiert, als auch am besten zu meinem Temperament passt, ist der Abstrakte Expressionismus bzw. ein besonderer Teilbereich davon, nämlich Action Painting.

Action Painting

Über Action Painting habe ich schon sehr viel geschrieben, aber das Thema ist scheinbar unerschöpflich und vor allen Dingen muss es immer wieder neu interpretiert und aus einer anderen Perspektive betrachtet werden, sonst besteht leicht die Gefahr, dass die Definition genau das verliert, wofür Action Painting in erster Linie steht: die Darstellung der sich beständig wandelnden Wirklichkeit, in dem jetzt nichts mehr so ist, wie es eben noch war.

Unter Action Painting stellt man sich leider immer noch nur allzu oft ein wildes, besinnungsloses Herumgemale vor. Das ist eigentlich eine Beleidigung des meiner Ansicht nach ehrlichsten und authentischsten Kunststils. Gleichzeitig wird durch diese Vorstellung von Action Painting auch das “Ungeplante”, das Spontane abgewertet und somit ein Großteil des Lebens, denn auch wenn uns Menschen bei Ungewissheiten sehr unbehaglich wird, bestimmt das Zufällige unsere Leben weit häufiger und intensiver, als das Geplante.

Man denke hierbei nur an unsere Beziehungen; sowohl die Ehepartner, als auch unsere Freunde haben wir nicht an einem dafür vorgesehenen Tag gefunden und in der Regel steht die Person, die wir ausgewählt haben, in krassem Gegensatz zu der Vorstellung, die wir vorher hatten.

Wunderbare Ungewissheit

Alle Ereignisse, die unsere Leben bestimmen, finden in einem fließenden Prozess statt und sie sind zu dem auch noch mit unzähligen Ereignissen von anderen Menschen verknüpft; es sind die Wechselwirkungen all jener Verbindungen, aus denen letzten Endes alle Biografien entstehen.

Und genau darum geht es beim Action Painting. Die Bilder entstehen spontan, intuitiv, aber nicht vollkommen “kopflos”, denn das wäre die pure Anarchie. Vielmehr ist es eher ein sehr harmonisches Zusammenwirken aller Impulse, die in einem kontinuierlichen Prozess – Strich für Strich – zu dem Moment führen, an dem der Maler den Prozess beendet.

Womit nicht gesagt werden soll, dass das Bild im Moment seiner Fertigstellung erstarrt. Keineswegs! Ab dann übernimmt jedoch ein anderer die Vervollständigung: der Betrachter. Denn nur mit ihm gemeinsam ist ein Bild tatsächlich ein Bild. Ohne Betrachter ist es lediglich ein Stück bemalte Leinwand – ohne Geschichte und ohne Sinn.

Die Kunst der guten Arbeit

Sehr oft schon wurde ich mit der Frage konfrontiert, was die “Wirtschaft” von der “Kunst” lernen kann. Um ehrlich zu sein, habe ich bis heute keine Antwort gefunden, obwohl es zu diesem Thema heutzutage sogar sehr viel Literatur gibt. Ich kann die Frage nicht beantworten, weil ich hinter beiden Begriffen die Menschen sehe, um die es geht; Menschen die auf der einen Seite Wirtschaft, auf der anderen Seite Kunst “machen”.
Es geht mir also nicht in erster Linie darum, festzustellen “was” Menschen tun, um ihren Existenzen einen Sinn zu verleihen, sondern ausschließlich um das „wie“.

Aus welcher Motivation heraus und mit welchen Erwartungen, Zielen etc. wird gearbeitet, gelernt, gelebt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch – egal in welchem Beruf und mit welchem Bildungshintergrund – nach einer sinnvollen Beschäftigung sucht, das weit über die reine Existenzsicherung hinausreicht. Und ob dabei Kunst entsteht, oder etwas anderes, spielt meiner Ansicht nach keine Rolle.

Unterschiedlich sind jedoch die Herangehensweisen; obwohl es in beiden Bereichen darum geht, unsere Lebensbedingungen zu optimieren, werden der Wirtschaft in der Regel vollkommen andere Absichten zugesprochen, als der Kunst.

Veränderungen

Es ist jetzt über 30 Jahre her, dass ich die ersten Aufträge aus der Wirtschaft bekam.
Damals lebte ich mit meinen beiden Söhnen in Berlin, war alleinerziehend und ich gebe offen und ehrlich zu, dass mir die Aufträge, die ich von Berliner Unternehmen erhielt, in erster Linie willkommen waren, weil sie eine gewisse Sicherheit in mein Leben brachten, die mir den größten Luxus beschert hat, was ein Künstler sich überhaupt wünschen kann: ausschließlich von der Kunst leben zu können.

Als ich damals die ersten Büros betrat, habe ich sehr schnell mit großem Schrecken feststellen müssen, dass die Arbeitsräume eher Gefängniszellen ähnelten, als inspirierenden Lebensräumen, in denen die Menschen viel Zeit verbringen und sich bei dem, was sie tun, wohl fühlen.
Das war in den 80ern – Arbeit schien eine Art Bestrafung zu sein, man muss eben, ob man will oder nicht und man wollte meistens nicht, denn Arbeit war etwas lästiges und hatte nichts mit Lebensfreude oder gar mit Selbstverwirklichung zu tun.

Das zu erleben, war für mich eine Art Initialzündung, von da an ging es mir nicht mehr ausschließlich darum, dass ein Unternehmen anstatt der üblichen Drucke ein oder sogar mehrere Originale an der Wand hat. Es ging mir von da an um weit mehr, es ging um die Korrektur von angestammten und schädlichen Haltungen; ich habe mir gewünscht, dass mit meinen Bildern auch meine Leidenschaft, mit der ich sie im Atelier gemalt habe, in die Büros Einzug hält.

Dabei ist es bis heute geblieben, obwohl sich in der Arbeitswelt einiges sehr positiv geändert hat. WissensarbeiterInnen kann man nicht in kleine, unpersönliche Zellen stecken und gleichzeitig Höchstleistungen von ihnen fordern.

WissensarbeiterInnen brauchen eine inspirierende Umgebung, die sie vielleicht sogar selbst gestalten dürfen.

Die Welt der Gestalter

Die Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt sind dermaßen vielfältig und ändern sich teilweise so radikal, dass man mit traditionellen Arbeitsformen, die im Industriezeitalter noch richtig waren, nicht sehr weit kommt.

Für die Zukunft werden vielmehr Tools benötigt, die eher dem Künstlertum zugesprochen werden, als denjenigen, die in der Wirtschaft üblich sind. Kreativität, Flexibilität, Eigeninitiative sind nur einige Beispiele, die man in der Liste der aktuellen Anforderungen vorfindet, die Mitarbeiter haben sollten. Das sind sozusagen die Kardinalstugenden der Kunst und genau das möchte ich Ihnen durch meine Workshops vermitteln!

Ebenso, wie der Steuerberater der einzige Experte ist, wenn es um die Steuererklärung geht, gibt es nur eine wirklich zuverlässige und authentische Quelle, wenn es darum geht zu erfahren, wie man Kunst denkt und lebt; die Künstler.

Meine Lebensaufgabe sehe ich inzwischen nicht mehr ausschließlich darin, zu malen, ich halte es für die Zukunft viel wichtiger, dazu beizutragen, dass Menschen sich selbst als Gestalter begreifen
und erleben.

Dafür lebe ich und dafür stehe ich!

Ihre Malerin,

Etelka Kovacs-Koller
Mehr über mich erfahren Sie in meiner persönlichen Seite.